Vergleich geschlossene und offene Schiffsfonds

Geschlossene Schiffsfonds gibt es relativ viele und schon lange. Gerade in Deutschland werden ständig neue geschlossene Schifffonds auf den Markt gebracht. Offene Schiffsfonds sind sehr selten. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Der weltweit erste offene Schiffsfonds wird erst seit dem 12.12.2006 "täglich" im Preis festgestellt. Im Jahr 2007 konnte dann der erste offene Schiffsfonds der Welt eine Wertentwicklung von rund 7% verzeichnen. Dieser Gewinn wurde auf Euro-Basis erwirtschaftet. Zum 28.12.2007 hatte der erste offene Schiffsfonds der Welt ein Eigenkapitalvolumen von rund 76 Millionen Euro. Im April 2008 verfügte der erste offene Schiffsfonds der Welt über eine Schiffsflotte von zwei Containerschiffen mit Platz für jeweils 1500 Standard Containern und sechs Produktentankern mit einer Kapazität von 13.000 tdw. (Begriffserklärung TDW im Online-Finanzlexikon 7AZ.de)

Unterschiede zwischen einem offenen Schiffsfonds und einem geschlossenen Schifffonds

Offene Schiffsfonds unterscheiden sich von geschlossenen Schiffsfonds in verschiedenen wichtigen Punkten. Beispielsweise in der Liquidität des Kapitalanlegers, einer offenen beziehungsweise begrenzten Investitionsphase und bei steuerlichen Vorteilen.

Unterschied offene und geschlossene Schiff Fonds: Offene beziehungsweise begrenzte Investitionsphase

Bei einem geschlossenen Schiff-Fonds wird in der Regel eine bestimmte Eigenkapitalsumme Kapitalanlegern angeboten. Und sobald diese Eigenkapital Summe verkauft (platziert) ist, wird der Schiffe-Fonds geschlossen. Das heißt, neue Kapitalanleger können nicht mehr in den Fonds einsteigen. Es sei denn, Sie kaufen einen bestehenden Fondsanteil auf dem Zweitmarkt für geschlossene Schiffs-Fonds. Bei einem offenen Schiffsfonds sind die Grenzen nicht so eng gezogen. Theoretisch soll ein offener Fonds für Kapitalinvestitionen sogar vollständig und auf unbegrenzte Zeit offen bleiben. Bei einem Aktienfonds ist dies in der Regel auch kein Problem. Ein Aktienfondsmanager könnte in einer normalen Marktlage durchaus auch große Millionensummen im Aktienmarkt innerhalb von relativ kurzer Zeit (gut) anlegen. Bei einem offenen Schifffonds müssen die Kapitaleinlagen natürlich auch erst einmal gut investiert werden können. Da stößt ein offener Schiffsfonds an die Grenzen des Marktes. Schon ein offener Immobilienfonds kann an solche Grenzen stoßen. Je begrenzter die Marktangebote (Schiffe, Immobilien, Aktien, Zinspapiere...) je eher stößt ein offener Fonds an die Möglichkeiten Kapital möglichst Gewinn bringend anzulegen. Zwar gibt es in der Regel genügend Aktien (bei einem offenen Aktienfonds), genügend Immobilien (bei einem offenen Immobilienfonds) und selbst genügend Schiffsbeteiligungen (bei einem offenen Schiffsfonds), in die der Fondsmanager investieren kann. Jedoch kann es je nach Marktangebot und Markttendenz nur eine begrenzte Kapazität für wirklich gute Kapitalanlagen geben. Und zeitweise ist es sogar sinnvoller (gerade bei Aktien) eine Zeit lang gar nicht in einen bestimmten Markt einzusteigen. Und zwar dann, wenn sich ein kompletter Markt (also beispielsweise deutsche Aktien oder Aktien weltweit gesehen, amerikanische Immobilien, et cetera) auf unbegrenzte Zeit im Abwärtstrend befindet.

Offene Schiffsfonds: Kapitalentnahme unbegrenzt?

Theoretisch soll bei einem offenen Fonds zu jeder Zeit eine Kapitalentnahme möglich sein. Und zwar kurzfristig. Aus diesem Grund haben Fondsmanager in der Regel einen bestimmten Anteil des Fonds in liquiden (schnell und frei verfügbaren) Mitteln angelegt. In normalen und guten Zeiten sollten (bei richtiger Bemessung) diese liquiden Mittel ausreichen, um die Rückgabewünsche an offenen Schifffondsanteilen sehr kurzfristig erfüllen zu können. So hat der Fondsmanager vom ersten offenen Schiffsfonds der Welt anfänglich geplant ganze 20% erst gar nicht in Schiffsanteilen fest anzulegen. Sondern relativ liquide, um eventuelle Auszahlungswünsche zeitnah erfüllen zu können. Ohne Schiffsbeteiligungen oder Schiffe möglicherweise zu Spottpreisen verkaufen zu müssen. Falls allerdings mehr Rückzahlungswünsche auftreten als liquide Mittel vorhanden sind, könnte es sein, dass die Rückzahlungswünsche nicht oder nicht zeitnah erfüllt werden. Insofern ist ein offener Schiffsfonds oder auch ein offener Immobilienfonds möglicherweise nicht so liquide wie ein offener Aktienfonds. Da Schiffsbeteiligungen oder Immobilien in der Regel (bei normaler Marktlage) sich nicht so einfach wie Aktien verkaufen lassen. Zumindest wenn man gute Preise erzielen möchte.

Weitere Gründe für eine begrenzte Liquidität bei offenen Schiffsfonds

Es könnte auch noch andere Gründe geben, warum selbst bei einem offenen Fonds keine unbegrenzte Kapitalentnahme möglich ist. Relativ bekannt wurde ein Fall, bei dem ein großer offener Immobilienfonds die Rückzahlungen bis auf weiteres eingestellt hatte, weil die Immobilien neu bewertet werden sollten. Je nach den möglichen Bedingungen eines Fonds könnte es also verschiedene Gründe geben, warum auch ein offener Fonds, vor allem in der Kapitalentnahme, nicht ganz offen ist. Jedoch kann es sehr von Vorteil sein, wenn ein offener Schiffsfonds oder ein anderer offener Fonds die Rückzahlung in Fondsbedingungen begrenzt. Zwar ist dann auch die Liquidität für die Kapitalanleger begrenzt. Jedoch ist der Fondsmanager nicht gezwungen die Schiffsbeteiligungen notfalls zu Spottpreisen zu verkaufen, was den Kapitalanlegern ja auch nicht gefallen dürfte. Liquidität ist also ein zweischneidiges Schwert. Aber nicht nur aus diesem Grund.

Liquidität ist ein Vorteil und ein Nachteil für offene Schiffsfonds

Das Geld, das für eventuelle Rückgabewünsche liquide investiert wird, erzielt in der Regel (langfristig gesehen) sehr viel weniger Gewinne als gute Schiffsbeteiligungen und gute Aktien. Wie erwähnt hatte der erste offene Schiffsfonds der Welt anfänglich 1/5 des kompletten Kapitals für liquide Anlagen verplant.

Steuerliche Vorteile und keine Abgeltungsteuer bei geschlossenen Tonnagesteuerschiffsfonds

Schiffe, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, können von der Tonnagesteuer profitieren, durch die selbst hohe Gewinne bei Schiffsfonds weit gehend steuerfrei werden. Die wichtigsten Voraussetzungen, damit ein Schiff von der Tonnagesteuer profitieren darf, können Sie auf der Seite Schiff-e.de/Voraussetzungen- Tonnagesteuer-bei-Schiffsfonds.html nachlesen. Geschlossene Schiffsfonds fallen auch generell nicht unter die ab 2009 geltende Abgeltungsteuer. Ausführliche Informationen über die Abgeltungsteuer finden Sie auf der Webseite http://www.2009-abgeltungssteuer.de/ .

Wenn offene Schiffsfonds diese steuerlichen Vorteile nicht bieten können, sind die offenen Schifffonds gegenüber geschlossenen Tonnagesteuerschiffsfonds steuerlich gesehen im Nachteil. Lesen Sie hierzu bitte auch die Seite über den Steuervorteil der Tonnagesteuer bei Schiffsfonds, durch den Gewinne aus Tonnagesteuerschiffsfonds weit gehend steuerfrei werden.

Anfang Mai 2008 gab es nur einen offenen Schiffsfonds, in den man investieren konnte. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Dieser offene Schiffsfonds ist genau genommen weniger ein offener Fonds. Sondern eine Aktie. Dies deshalb, weil nach dem geltenden Recht in Deutschland Schiffsfonds nicht als offene Fonds gehandelt werden dürfen. Ein weiterer offener Schiffsfonds in gleicher Machart war zwar noch nicht auf dem Markt, aber in Vorbereitung. Von einem zweiten Anbieter. Sofern sich an den rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland nichts ändert, werden "offene Schiffsfonds" wohl weiterhin nur als Aktie zu erhalten sein. Und können dann nicht von den steuerlichen Vorteilen profitieren, die manche geschlossene Schiffsfonds besitzen. Aber selbst als offener Fonds würde ein offener Schiffsfonds ab 2009 der Abgeltungssteuer unterliegen. Kursgewinne aus bis zum Ende 2008 gekauften Aktien und offenen Fonds unterliegen nach der einjährigen Spekulationsfrist allerdings nicht der Abgeltungssteuer.

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Offene Schifffonds und geschlossene Schiffsfonds haben wichtige Unterschiede. Ein paar Unterschiede im Schiffsfondsvergleich,


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